Über sieben Millionen Augenpaare starren sie jährlich an, erfreuen sich an ihrer Schönheit und ihrem rätselhaften Lächeln - Leonardo da Vincis "Mona Lisa".
Doch nun hat die Idylle vielleicht ein Ende, denn jetzt wurde bekannt, dass an den Wänden des Pariser Louvre offenbar das Bildnis einer Schwerkranken hängt. In Öl gesetzt schmunzelt uns hier eine Todgeweihte an.
Das jedenfalls behauptet der belgische Medizinprofessor Jan Dequeker, der im scheinbar makellosen Antlitz der jungen Frau die Symptome einer schweren Stoffwechselkrankheit entdeckt haben will:
Er erkannte einen gelben Fleck in ihrem linken Augenwinkel als Xanthelasma, eine Anhäufung von Cholesterin unter der Haut, sowie eine Schwellung der rechten Hand als subkutanes Lipom und diagnostizierte Hyperlipidämie, eine erbliche Krankheit, die ein ernster Risikofaktor für eine Herzkrankheit ist und zu einem frühen Tod führt. Da Hyperlipidämie vererbt wird und andere Familienmitglieder deutlich länger lebten als Mona Lisa, gehen andere Quellen davon aus, dass anstelle von Hyperlipidämie eher Hypercholesterinämie in Frage kommt, weil dies mit einer normalen Lebensdauer vereinbar ist.
Und tatsächlich ist Leonardos Modell nur wenige Jahre nach ihrem Zusammentreffen mit dem Maler im Alter von nur 37 Jahren verstorben. |